Die Fuchskaute

Fuchskaute von Westen. Links die Nordkuppe, rechts die Südkuppe. Im Vordergrund Häuser von Bretthausen, dahinter Willingen

Im Osten der Gemarkung Willingen erstreckt sich mit 657 Meter ü. NN die höchste Erhebung des Westerwaldes. Ein längst erloschener Vulkan, die Fuchskaute.

Der Name Fuchskaute bezieht sich auf einen Ort, an dem der Fuchs seine Kaute (Fuchshöhle) hat.

Am Osthang verläuft die Landesgrenze zu Hessen. Ein paar Kilometer nördlich liegt die Grenze zu Nordrhein-Westfalen. Das so genannte Dreiländereck von Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz liegt ca. 3km nordöstlich.

Die Fuchskaute hat eine nördliche und eine südliche Kuppe. An den Flanken

Basalthochebene entspringen mehrere Fließgewässer unter ihnen die Große Nister.

Das Gebiet ist seit 1984 als Naturschutzgebiet ausgewiesen und hat seit 2006 den Status eines FFH-(Flora-Fauna-Habität) und EU-Vogelschutzgebiet.An und auf der Basalthochebene der Fuchskaute haben das raue Klima und eine traditionelle Art der Weidenutzung Wiesen entstehen lassen, wie sie sonst typisch für die Alpen sind. Fast 300 Blütenpflanzen- und Baumarten, 300 Schmetterlings- und fast 50 verschiedene Vögelarten wurden hier gezählt.

An der Fuchskaute befindet sich ein Skilanglaufgebiet mit gespurten Loipen. Bis 1975 (oder 1980) fanden dort mit Motorrädern regelmäßig Sandbahnrennen statt. Aufgrund der Umweltbelastungen wurden diese eingestellt.

In der Umgebung der Fuchskaute gibt es auf rund 250 km Länge gut ausgebaute und markierte Wanderwege, die unter anderem zu den Naturschutzgebieten Wacholderheide, in die Holzbachschlucht und zur Krombachtalsperre führen. Über die Fuchskaute verlaufen auch der Westerwaldsteig und die Südschleife des Rothaarsteigs.

 

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