Hoher Westerwald

Der Westerwald im engeren Sinn teilt sich auf in drei Regionen bzw. naturräumliche Haupteinheiten: Hoher Westerwald, Oberwesterwald und Niederwesterwald.

Der Hohe Westerwald ist eine mit Wäldern versehene und wellige Hochfläche als basaltiger Höhenschwerpunkt des Mittelgebirges mit ausgeprägtem Reizklima auf rund 450 bis 656,5 m ü. NN. Hier befindet sich mit der Fuchskaute der höchste Berg des Westerwalds. Das Dreiländereck Nordrhein-Westfalen-Hessen-Rheinland-Pfalz befindet sich ebenfalls im Hohen Westerwald.

Der Westerwald wird landläufig definiert als jenes Land zwischen den Flüssen Dill im Osten, Lahn im Süden, Rhein im Westen, Sieg im Norden und Heller im Nordosten, wobei die im Norden dieses Gebiets gelegenen Höhenzüge unmittelbar südlich von Sieg und Heller naturräumlich nicht mehr zum Westerwald gehören. Die historische Region Westerwald hat dem gegenüber noch etwas abweichende, nicht exakt zu bemessende Grenzen.

Der Name Westerwald wurde erstmals 1048 in einer kurtrierischen Urkunde erwähnt und bezeichnete damals nur die Waldgebiete westlich des Königshofs Herborn. Erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er allgemein gebräuchlich für das gesamte Mittelgebirge.

Der Hohe Westerwald bildete seit dem Mittelalter das Kerngebiet der Herrschaft zum (auch: vom oder auf dem) Westerwald. Diese umfasste die drei Gerichte (Amtsbezirke) Marienberg, Emmerichenhain und Neukirch. Die Herrschaft auf dem Westerwald kam später unter die Verwaltung der Herrschaft bzw. Grafschaft Beilstein.